In den Mezras und auf den YaylasGenerell gibt es in Mula drei Lebensräume auf Zeit: das Dorf, die Mezras und die Bergebenen.
Letzteren nennt man bei uns "yayla"

So sind unsere Bergebenen. Voller Leben! Das Mädchen findet es eigetlich schade, die Blumen zu zerpflücken. Aber sie sind so verführerisch!
Die Berghänge auf der anderen Seite des Kalemena-Bachs nennt man "mezra". In Mula sagen wir
"mezere" dazu. Im Frühjahr zieht man mit Kind und Kegel in die Mezras. Da lebt man einige Wochen,
und dann zieht man weiter nach oben auf die Bergebenen. Das sind meistens flache riesige Steppen
auf den Spitzen der Berge. Da verbringt man den ganzen Sommer. Einige Familien bleiben über den
ganzen Sommer in den Mezras.
Das Dorf wird im Sommer selten besucht. Also ist das Dorf generell völlig unbewohnt.
Einige derer, die auf den Bergebenen den Sommer verbringen, ziehen für die Herbstzeit für
einige Wochen wieder in die Mezras.

Eine Berghütte auf den Mezras. Hier verbringt man den Frühling und den Herbst.
Denn in den Mezras gibt es Arbeiten, die man direkt vor
Ort erledigen muss. So kann man zum Beispiel das Gras mähen. Die Kühe freuen sich im Winter
auf das goldgelbe duftende Gras. Das Gras aus den Bergebenen mögen Kühe ganz besonders. Es duftet
so lecker, dass Kühe sich daran satt fressen.
Die meisten ziehen aber vor der Erntezeit ins Dorf zurück. Denn für die Erntearbeit muss man
ebenso vor Ort leben. Wenige bleiben über Herbst auf den Mezras. Das sind die, deren Mezras ganz
in der Nähe des Dorfzentrums sind.
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