Soziales Leben im DorfDie Familien leben immer noch nach altem Brauch. Traditionen werden gepflegt.

Zwei Muläerinnen beim Klönen und Tratschen. So verbringen die Frauen die Abende zusammen.
Es werden immer noch Mädchen "verschleppt". Wenn irgendein Elternteil des Jungen oder des Mädchens
Einwendungen gegen die Bindung haben, verschwinden die beiden Hals über Kopf. Das bedeutet nach
altem Brauch, die beiden müssen dann doch verheiratet werde. Im gegenteiligen Fall würde die Ehre
im Spiel stehen.
Die Dörfler leben generell alle zusammen und stehen einander in allen Lebenslagen zur Verfügung.
Wenn irgendjemand krank wird und die eigene Arbeit nicht mehr durchführen kann, eilen ihm andere
zur Hilfe. So kommt es nie vor, dass irgendwelche Felder unbestellt bleiben oder Kühe unversort
oder ungemolken bleiben.
Im Sommer sind die meisten Männer auswärts, um Geld zu verdienen. Nach der Arbeitssaison kehren
sie zurück ins Dorf. Während die Männer weg sind, kümmern sich Frauen um die üblichen Arbeiten
im Dorf. Dabei besuchen sie einander abends. Es wird lustig geklönt und getratscht. Man isst
zusammen, man trinkt zusammen, man freut sich und weint auch zusammen.
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